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  • Diese Beere hat Talent: spritzig, fruchtig und gesund

    Ode an den Sanddorn

    10. November 2016

    Den kargen Sandboden der Dünenlandschaften mag eine Pflanze an Niedersachsens Nordsee besonders gern: der Sanddorn. Im späten Herbst wird die leuchtend-orange Beere geerntet und in vielen Formen verarbeitet. Häufig entstehen Gelees und Säfte. An den kalten Tagen geben die Einheimischen gern einen Schluck Alkohol dazu. Ein Alleskönner sozusagen. Höchste Zeit der kleinen Beere mal zu huldigen.

    Auf der Insel Borkum kommt das Sanddorngewächs besonders häufig vor. Während eines Spaziergangs lassen sich die süß-sauren Sanddornbeeren direkt von den Sträuchern am Wegesrand naschen. Aber Vorsicht: Das Betreten von geschützten Dünenflächen ist im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer verboten! Zum Glück werden in unzähligen Borkumer Geschäften und Cafés Sanddornprodukte angeboten: Torten, Tees und Sanddorneis. Nach ausgedehnten Touren durch die raue Inselnatur bietet sich im Herbst und Winter besonders der Sanddorngrog an.

    Lieblingsrezept? „Irgendwas mit Sanddorn!“
    Stefan Danzer, Chefkoch und Inhaber des Hotels „Achterdiek“ auf Juist, ist ein echter Slow-Food-Pionier. Seit 20 Jahren lebt und arbeitet der gebürtige Bayer auf Juist. Gefragt nach einem typischen Juist-Produkt und einem Lieblingsrezept sagt Stefan Danzer „Irgendwas mit Sanddorn“. „Die Insulaner behaupten, dass man durch seinen regelmäßigen Genuss 100 Jahre alt und niemals krank wird.“ Auch er empfiehlt zur kalten Jahreszeit seinen selbstgemachten Sanddorngrog. Das Rezept verrät er nicht. „Da müssen Sie schon nach Juist kommen“, sagt er und lacht. www.hotel-achterdiek.de/geniessen

    Von Hand verlesen, mit Hingabe zubereitet
    In der Meierei Falke auf Langeoog wird der Sanddornsaft aus eigener Ernte zur traditionellen, selbstgemachten Dickmilch gereicht. Allein dieses Gericht macht die Meierei zu einem lohnenden Ausflugsziel ganz im Osten der Insel. Chefin Dagmar Falke weiß um die gesunde Kraft der Sanddornbeeren. Aus der eigenen Ernte im November entsteht auch der wärmende Sanddornlikör, der sich vor Ort genießen oder in kleinen Flaschen mitnehmen lässt. Alle Infos gibt es unter www.falke-meierei.de.

    Die Beere hat es in sich
    Es könnte tatsächlich etwas dran sein, an den Geschichten und Mythen der Einheimischen rund um den Sanddorn. Zumindest lässt sich ihre gesunde Kraft heute recht lückenlos darstellen. Neben einem hohen Vitamin-C-Gehalt liefert Sanddorn Vitamin B12. Damit ist es besonders für die vegetarische und vegane Ernährung wertvoll, da Vitamin B12 vorrangig in Fleisch vorkommt. Des Weiteren enthält die Beere  Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen, Kalzium und Mangan. Na, Rezeptvorschläge?

    Text: Katja Benke
    Fotos: Dirk Topel, Hans Dieter Erlenbach

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